Mit dem Beginn der AIDS-Krise existierte bereits eine ausdifferenzierte Schwulenbewegung und Community in Westdeutschland. Diese war in der Folge mit einer radikalen Veränderung ihrer Lebenswelt konfrontiert. Neben der unmittelbaren Bedrohung durch Krankheit und Tod hatten auch neue Debatten um staatliche Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung Folgen für schwule Männer. In der Folge mussten Kernforderungen der Bewegung überdacht und das Verhältnis zum Staat neu ausgelotet werden. Zudem wandelte sich das eigene Selbstverständnis sowie Vorstellungen von Zugehörigkeit und Solidarität. Der Band fragt nach diesen Transformationsprozessen und richtet den Blick hierbei auf das Recht als subjektivierende Instanz und Arena der Auseinandersetzung mit dem Staat. AIDS transformierte Ziele und Zugehörigkeitsvorstellungen der Schwulenbewegung