Angesichts der allgegenwärtigen Bedeutung, die das Ordensleben in der Kirche und in der Welt - vor allem in Afrika - einnimmt: Wie wird die Kirche von morgen aussehen, wenn man bedenkt, dass Berufungen in die Ordensgemeinschaften mittlerweile nur noch spärlich eintreffen oder so selten sind wie Wasser in der Wüste? Diese Frage verdient besondere Aufmerksamkeit, da die digitale Kultur, in der sich das geweihte Leben einen Weg zu einer attraktiven evangelischen Erneuerung bahnen muss, ihm offenbar keine Chancen bietet. Diese Kultur hält heute Einzug in die Kirche und all ihre Strukturen. Dort verändert sie langsam, aber sicher bestimmte Gewohnheiten und Grundprinzipien. Dieses Eindringen der digitalen Kultur ruft manchmal neue Verhaltensweisen hervor, die all jene Gewissheiten ihres Inhalts zu berauben scheinen, die die Kirche und ihre Institutionen besonders machen oder gar in Gegensatz zur Welt und ihrem Geist stellen. Gleichzeitig baut sie Brücken, die, wenn sie von den Kirchenmännern und ihren Führern mutig und umsichtig beschritten werden, entscheidend dafür sein könnten, dass die Botschaft des Evangeliums die Welt bis ins Mark durchdringt und sie verwandelt. Aber man muss es wagen!