Gäbe es eine Wiener Schule des gehobenen zeitgenössischen Interieurs, Elsa Prochazka wäre eine prototypische Vertreterin: "Ihre Interieurs forcieren geradezu das Taktile, verlangen die körperliche Beteiligung als Agens der geistigen." (Otto Kapfinger) In gut 4 Jahrzehnten ihres Schaffens realisierte sie recht unterschiedlich große Volumina: von Schulen und Wohnbauten bis hin zu städtebaulichen Projekten. Prochazka entwickelte durch ihre universitären Tätigkeiten in Kassel, der Bartlett School in London, der Kunstuni in Linz sowie in Neapel auch einen starken theoretischen Ansatz, den sie aktiv vermittelt und den sie in ihrer unverwechselbaren Gestaltung verdichtet hat. Das Buch schließt eine Lücke in der Dokumentation prägender Wiener Architektinnen.