Kann man sich in eine Stimme, in Worte und in eine Seele verlieben, wenn das Gesicht nur eine Illusion ist?
Jonas Weber ist ein Geist. Als Kolumnist für ein queeres Berliner Magazin schreibt er unter dem Pseudonym "Der unsichtbare Mann". Mit seinen wirren Haaren, der viel zu blassen Haut und seinem extremen Mangel an Selbstvertrauen hat er sich daran gewöhnt, an den Wänden entlangzuschleichen, überzeugt davon, dass ihn ohnehin nie jemand ansehen wird.
Vor allem nicht, wenn sein Mitbewohner Kai ein Go-Go-Tänzer mit makellos geformtem Körper ist, der alle Blicke auf sich zieht.
An einem deprimierenden Abend begeht Jonas einen folgenschweren Fehler: Er nutzt Kais Profil und dessen Fotos auf einer Dating-App, um mit einem Unbekannten zu chatten. Er suchte nur nach ein wenig Aufmerksamkeit, einem einfachen Gespräch. Er rechnete nicht mit Alex.
Alex, der Barista mit den hellen Augen. Alex, der verletzte Musiker mit dem warmen Akzent. Alex, der Jonas' Kolumne aufmerksam liest, ohne zu wissen, dass dieser der Autor ist, und der ihn besser versteht als jeder andere. Im Laufe vieler gemeinsamer Nächte am Telefon entsteht eine tiefe und unerwartete Verbindung zwischen ihnen.
Aber die Illusion hat ein Verfallsdatum. Als Alex um ein Treffen bittet, sitzt Jonas in der Falle. Unfähig, die Wahrheit zu sagen, überredet er Kai, bei einem Date in einem Café in Schöneberg sein Double zu spielen.
Das Kartenhaus stürzt ein. Die Wahrheit kommt brutal ans Licht und verletzt Alex zutiefst.
Für Jonas ist die Zeit der Entscheidungen gekommen. Wenn er die Chance haben will, den Mann zurückzugewinnen, der über seine Unsichtbarkeit hinwegsehen konnte, muss er das tun, was ihm am meisten Angst macht: die Maske fallen lassen, sich seinen Unsicherheiten stellen und endlich sichtbar werden - für die Welt und für Alex.
Eine ergreifende Berliner M/M-Romance über Selbstakzeptanz, die Last der Äußerlichkeiten und den Mut, mit offenem Herzen zu lieben.