Das vorliegende Werk ist das Ergebnis einer Aktionsforschung. Es analysiert und misst die Wertschöpfung einer Stichprobe von Unternehmenseinheiten, die in Benin Mikrokredite für ihren Betrieb in Anspruch nehmen. Es befasst sich mit der wechselseitigen Abhängigkeit zwischen diesen Wirtschaftseinheiten und Mikrofinanzinstituten (MFI) und versucht, den Beitrag beider Seiten zur Wertschöpfung zu ermitteln. Eine eher kontextbezogene Anwendung des Wertschöpfungsmodells (EVA - Economic Value Added) bietet allen Akteuren des dezentralen Finanzierungssystems die Gelegenheit, die (Un-)Wirksamkeit der Wertschöpfung zu hinterfragen, die der Mikrofinanzierung als Entwicklungsinstrument zugeschrieben wird. Die gewonnenen theoretischen Ergebnisse wurden mit empirischen Fakten abgeglichen, wobei die von den „Unternehmern", die Mikrofinanzleistungen in Anspruch nehmen, empfundene Zufriedenheit als Vergleichsvariable herangezogen wurde. Es wurden einige exogene Faktoren bewertet, die das Ausmaß der Wertschöpfung erklären könnten. Die Mikrofinanzierung in ihrer derzeitigen Praxis sollte jedes entwicklungspolitische Bewusstsein aufrütteln. Das vorliegende Werk ist das Ergebnis dieser Auseinandersetzung.