Der Autofokus der Nikon Zf versagt nicht willkürlich. Er funktioniert genau so, wie er konfiguriert ist. Das Problem ist, dass die meisten Benutzer dieser Kamera keine Ahnung haben, wie sie eigentlich eingestellt ist, da die Standardeinstellungen, die physischen Einstellräder und die elektronischen Menüs gleichzeitig in leicht unterschiedliche Richtungen ziehen. Das Ergebnis ist ein unscharfes Bild, und die Kamera wird dafür verantwortlich gemacht. Dabei waren die Einstellungen von Anfang an das Problem.
Die physischen Einstellräder bereiten den meisten Nutzern Schwierigkeiten. Das Einstellrad für die Verschlusszeit scheint die Kontrolle zu haben. Manchmal hat es diese auch. Im A-Modus wird es komplett ignoriert. Das ISO-Einstellrad verfügt über eine Sperre, die die Drehung ohne Vorwarnung stoppt. Das Belichtungskorrekturrad hat im manuellen Modus mit festem ISO-Wert keine Funktion. Nichts davon wird im Nikon-Handbuch klar erklärt, und auch die Bedienelemente selbst erschließen sich nicht. So kämpfen Fotografen mit ihren eigenen Einstellungen, ohne zu wissen, welche die Ursache ist.
Die Motiverkennung verschlimmert das Problem zunächst, bevor sie es verbessert. Die Augenerkennung ist aktiviert, der automatische Messbereichs-AF läuft, und die Kamera erkennt ständig das falsche Gesicht im Bildausschnitt, fixiert sich auf eine Wand oder sucht ziellos nach einem Ziel. Die Erkennungsebene und die Messbereichs-AF-Ebene sind zwei separate Systeme, die beide korrekt eingestellt sein müssen. Ist nur eines der beiden korrekt eingestellt, sieht es nach einem Hardwareproblem aus. Das ist aber keins.
Diese Anleitung beschreibt das gesamte System als zusammenhängendes Betriebssystem und nicht als Liste von Menüpunkten, die einzeln erklärt werden.
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