Ida Gräfin von Hahn-Hahn: Sigismund Forster. Stolz und Liebe
Erstdruck: Berlin, Verlag von Alexander Duncker, 1843.
Neuausgabe.
Herausgegeben von Karl-Maria Guth.
Berlin 2026.
Der Text dieser Ausgabe wurde behutsam an die neue deutsche Rechtschreibung angepasst.
Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage.
Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt.
Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH
Bonn, zur Zeit der Studentenbälle und jugendlichen Überzeugungen: Sigismund Forster sieht Tosca Beiron zum ersten Mal und ist hingerissen. Sie ist schön, blond, siebzehnjährig, anmutig und von jener leichten Selbstgewissheit, die junge Bewunderung reizt und verwundet. Doch kaum beginnt zwischen beiden ein stilles Spiel aus Blicken, Tänzen und Hoffnungen, stellt sich Sigismunds Stolz gegen sein eigenes Herz. Toscas adlige Herkunft wird für ihn zum Anstoß, eine Kränkung zum Missverständnis, ein Blumenstrauß zum Bruch.
Jahre später begegnen sie sich in Berlin wieder. Aus dem leidenschaftlichen Studenten ist ein ernster Regierungsrat geworden; aus Tosca die glänzende Generalin. Was einst unausgesprochen blieb, kehrt mit neuer Macht zurück. Zwischen Salon, Konzert, gesellschaftlicher Rücksicht und alter Schuld entfaltet sich eine Liebesgeschichte, in der Stolz, Reue und Sehnsucht gefährlich ineinander greifen.
Sigismund Forster ist ein Gesellschaftsroman über die Macht des ersten Eindrucks, die Grausamkeit missverstandener Zeichen und eine Liebe, die an Stand, Ehre und verspäteter Erkenntnis zu zerbrechen droht. Ida Gräfin von Hahn-Hahn erzählt mit psychologischer Schärfe von zwei Menschen, die einander früh erkennen, aber zu spät verstehen.
Über die Autorin:
1805 als Tochter des leidenschaftlichen - doch wirtschaftlich erfolglosen - Theaterunternehmers Graf Karl von Hahn in Tressow/Mecklenburg geboren, wird Ida Marie Louise Sophie Friederike Gustave Gräfin von Hahn 1826 mit ihrem Cousin Friedrich Graf von Hahn verheiratet. Sie nen